AATLA-Weiterbildung "Tiergestützte Fördermaßnahmen, tiergestützte Pädagogik und tiergestützte Therapie mit Lamas und Alpakas"

Umfang und Zugangsvoraussetzungen

Die berufsbegleitende Weiterbildung umfasst einen Zeitraum von 2,5 Jahren.

In diesem Zeitraum finden Blockseminare ( Mittwoch bis Sonntag ) und Wochenendseminare mit 350 Unterrichtsstunden statt. Zwischen den Seminaren haben die Studierenden genügend Zeit, die jeweiligen Ausbildungsinhalte aufzuarbeiten, zu vertiefen und praktisch zu erproben. Eine kollegiale Supervision zwischen den Seminaren durch die Ausbildungsleiterinnen ist gewährleistet.

Die Seminare finden im Wechsel an den beiden Standorten (Halle/Westfalen und Wangerland) des Institutes statt, um den Teilnehmern einen möglichst breiten Praxiseinblick zu ermöglichen.

Zusätzlich müssen die Teilnehmer im Verlauf der Ausbildung mindestens 40 Stunden praktische Arbeit mit Lamas / Alpakas nachweisen. Darüber hinaus müssen die Studierenden am Ende der Weiterbildung eine schriftliche Hausarbeit einreichen, die einen theoretischen Aspekt der tiergestützten Therapie / tiergestützten Pädagogik mit den eigenen praktischen Erfahrungen verknüpft.

 

Erstmalig haben die Teilnehmer nach einer gemeinsamen Grundausbildung die Möglichkeit, für den zweiten Teil der Weiterbildung einen Studienschwerpunkt zu wählen, der sich an ihrer beruflichen Ausbildung, an ihrem beruflichen Klientel und den persönlichen Interessen ausrichtet. 

 

Um an der Ausbildung teilnehmen zu können, müssen bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

  • Abgeschlossene Ausbildung in einem staatlich anerkannten sozialen oder pflegerischen Beruf oder
  • Abgeschlossenes pädagogisches, medizinisches oder psychologisches Studium an einer Fachhochschule oder Hochschule
  • Die Bereitschaft zur Selbstreflexion, Selbsterfahrung und Supervision
  • Eigene Erfahrung im Umgang mit Tieren                                                                                                                                                        

In besonderen Einzelfällen kann die Ausbildungsleitung Ausnahmeregelungen beschließen. Wir möchten ausdrücklich auch Quereinsteiger ohne eine der oben genannten beruflichen Qualifizierungen ermutigen, sich zu bewerben. Wir stellen in jedem Ausbildungsgang wenige Plätze für diese Teilnehmer zur Verfügung.

 

Für die Teilnahme an der Weiterbildung wird nicht verlangt, dass die Studierenden bereits eigene Lamas oder Alpakas besitzen. Das Ausbildungsinstitut kann Praxisstellen vermitteln, bei denen das Gelernte ausbildungsbegleitend praktisch umgesetzt werden kann.

 

Für die Zulassung zur Prüfung müssen die Studierenden die eigene praktische therapeutische / pädagogische Arbeit mit Lamas oder Alpakas nachweisen, dies kann auch in Kooperation mit Lama- oder Alpakahaltern geschehen, die dafür ihre Tiere zur Verfügung stellen.

 


Gastdozenten

Walter Egen

Landwirtschaftsmeister, Lamazucht seit 1990

 

Dr. med. Regina Ketelsen

Oberärztin für Psychiatrie und Psychotherapie im EKH Bielefeld, Familientherapeutin, Therapeutin für Dialektische Behaviorale Therapie

 

Dr .med. vet. Anna Stölzl

Veterinärmedizin, Schwerpunkt Lamas und Alpakas

 

Dr. agr. Cathleen Wenz

 Dipl.Agr.Ing., -speziell Tierhaltung-, Promotion zur Mensch-Tier-Interaktion an der Uni Leipzig, Lehraufträge an der Hochschule Magdeburg-Stendal und EFH Bochum zur Tiergestützten Therapie, Tiertherapeutin an der Tierklinik Hochmoor

 

Dr. Martin Reker

Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Bethel, Evangelisches Krankenhaus Bielefeld

 

Dr. med. Robert A. Tanner-Frick

 Spezialarzt FMH Kinder- & Jugendpsychiatrie, Psychiatrie & Psychotherapie

 

Sybille Klasing-Mann

 Camelidynamics-Instructor, Übersetzerin des Buches "Das Kameliden-Kompendium" von Marty McGee Bennet

 

Karin Twelkemeier

Filz-Designerin

 

Thomas Höke

Fachangestellter für die tiergestützte Förderung mit Lamas und Alpakas

 

Thomas Wahle

Dipl. Heilpädagoge, Natur- und Wildnispädagoge, Traumapädagoge

 

 

 

Zertifikat

Die Teilnehmer erhalten ein Abschlußzertifikat und ein Prüfungszeugnis. Voraussetzungen hierfür sind neben der regelmäßigen Teilnahme an den Seminaren die hier zu erbringenden Leistungen, eine schriftliche Abschlussarbeit sowie ein erfolgreich abgeschlossenes Kolloquium am Ende der Weiterbildung.

Im Zertifikat werden alle erlernten Inhalte der Weiterbildung aufgelistet.

 

Kosten

Die Kosten der Ausbildung betragen Euro 4620.- zuzüglich einer Prüfungsgebühr von Euro 130.-. Die Gesamtkosten sind in drei Teilbeträgen zu entrichten. Unterkunft und Verpflegung während der Seminare sind nicht in den Ausbildungskosten enthalten, das Institut ist um eine kostengünstige Unterbringung und Verpflegung bemüht.

Für Teilnehmer mit dem ersten Wohnsitz oder der Arbeitsstelle in Nordrhein-Westfalen besteht die Möglichkeit, einen Bildungsscheck zu beantragen und somit einen Zuschuss zu den Ausbildungskosten zu erhalten. 

Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.

 


Kurs  "Tiergestützte Assistenz"


Wir bieten bei jedem Ausbildungskurs ein Zusatzseminar für die Partner / Partnerinnen und/oder Kollegen und Kolleginnen unserer Teilnehmer an, die aktiv bei den tiergestützten Interventionen und der Tierversorgung tätig sind.

In diesem Zusatzseminar vermitteln wir Basisinformationen zur Haltung und Tierversorgung, zum Training und Handling und zur tiergestützten Assistenz.

Diese Kurse empfehlen wir besonders dann, wenn die tiergestützten Interventionen regelmäßig von Partnern und / oder Kollegen begleitet werden, da hierbei eine größtmögliche Abstimmung bezüglich der Vorgehensweise erfolgen muss. Der Termin wird mit dem jeweiligen Kurs abgestimmt.